Wo ist nun Gott

Lichtwesen

 

V. Wo ist nun Gott?

 

Wo ist nun Gott?

Der Gott, den uns so viele versprochen haben, der uns belohnen oder aber auch bestrafen soll? Den man uns immer wieder vor Augen gemalt hat, um uns zu schrecken oder auch zu trösten oder auch hinzuhalten? Dieser Gott ist ein Konstrukt - eine geniale Erfindung - des Dualen Systems, die uns antreiben soll, uns zum positiven Pol zu entwickeln, um neues Bewusstsein zu entwickeln. Er existiert nur als Phantom. Keiner hat ihn je gesehen, auch nicht die Bewohner der höchsten, der Siebten Dimension. Er ist der "Knecht Ruprecht", den man Kindern den vorspielt, damit sie brav und artig sind.

Ein irischer Journalist fragte Ananda Mayi Ma einmal (Glückselige Mutter - wurde am 30. April 1896 als Nirmala Sundari Devi in einem kleinen Dorf namens Kheora in Ost-Bengalen - heute Bangladesh - geboren und lebte in ständiger Verbindung mit ihrem Inneren Licht)l:

Journalist: Ist es richtig, dass Du Gott bist? Sri Ma antwortete:

Es gibt nichts ausser Ihm; jeder und alles ist lediglich eine Form Gottes.
In Deiner Person ist Er hierher gekommen, um darshan zu geben.

 

 

Gott - die große Illusion:

Das Gottesbild ist nichts anderes als eine Illusion des Dualen Systems. Dieses Bild drückt am besten den absoluten Zustand des Getrenntseins aus, den alle Wesen im Dualen System erleben. Dort fühlt man sich allein und verloren und den widrigen Umständen preisgegeben. Jeder ist sozusagen des anderen Feind. Darum versucht jeder so viel Macht und Machtmittel zu ergattern, dass er über die anderen herrschen kann.

Die höchste Form eines solchen Macht-Wesens ist in diesem Gottesbild verewigt. Er hat alle Macht, alles nach seinem Willen durchzusetzen und muss von jedermann gefürchtet werden. Man muss ihm gehorchen, sonst geht es einem schlecht. Und man kann nur dann seine Liebe und Aufmerksamkeit bekommen, wenn man sich ihm bedingungslos hingibt. Trotz all dieser Machtfülle ist er völlig einsam. Noch nicht einmal eine Geliebte wird ihm gestattet. Das ist wirklich der höchste Ausdruck von Machtfülle und Einsamkeit.

Dieser Gott ist die Spitze der Hierachie-Pyramide im Dualen System. An ihm können wir klar erkennen, wie dieses Duale System funktioniert:

  • Streben nach völliger Macht und Machtmitteln
  • Streben nach Fähigkeiten, um alles durchsetzen zu können
  • Zuneigung und Liebe gibt es nur für erbrachte Leistungen
  • völlige Einsamkeit und Trennung von allen anderen Wesen, den Kindern, die keinen direkten Zutritt zu ihm bekommen können
  • dieser Gott ist das perfekte Bild eines Tyrannen, der über seiner "Kinder" nach Belieben herrschen kann


Doch wenn man aufwacht und die Mechanismen des Dualen System erkennt, dann erkennt man, dass solche Zustände nur innerhalb des Dualen Systems herrschen. Außerhalb gibt es nur ein Miteinander - keine Hierachie von oben und unten, groß und größer, mächtig und mächtiger und höher oder niedriger. Alle Wesen sind engstens miteinander in Liebe verbunden und ergänzen einander. Da gibt es keinen Wettstreit noch jemanden, der über andere herrschen will. Alle bilden miteinander einen Verbund von lebendigen Wesen, einen harmonischen Organismus, der nur durch die Liebe und das gegenseitige Licht erhalten wird und sich ständig ausbreitet. Keiner kann ohne alle anderen bestehen, denn in jedem wirken die gleichen Lichtenergien. Das ist die vollkommene Einheit im Licht. Aus dieser Einheit sind wir alle hervorgegangen und in diese kehren wir wieder zurück.

Solange man noch auf der Suche nach einem Gott ist, solange ist man noch im Dualen System verhaftet und noch nicht aufgewacht. Dann hat man sich noch nicht selbst erkannt, sein eigenes innerstes Wesen - sein Lichtwesen.

 

 

Sogenannte Götter und Gurus:

 

 

Viele Menschen stoßen sich daran, wenn sogenannte Gurus veehrt werden. Sie seien ja nur Menschen und keine Götter. Dann gibt es wieder andere, die felsenfest davon überzeugt sind, dass es nur eine einzige wahre Verkörperung von Gott gebe. Viele sehen diese Verkörperung in Jesus, andere in Babaji oder in Krishna oder Buddha.

Eine solche Sichtweise führt immer dazu, dass man alle anderen ausschließt und nur dem Einen - an den man glaubt - nachfolgt. Nur was dieser gesagt und getan hat, sei richtig und göttlich. Dann bekriegen sich die jeweiligen Anhänger und verdammen alle anderen als "falsche Propheten" oder "falsche Christusse".

Die Wahrheit ist, dass jedes Lebewesen ein Lichtwesen
innerhalb der vollkommenen Gemeinschaft aller Lichtwesen ist. Und es gibt nichts Größeres als ein Lichtwesen zu sein. Manche Menschen wie in den obigen Bildern haben es aber geschafft, sehr viel von dieser Kruste hinweg zu bekommen und das helle Licht hervorleuchten zu lassen.

Sie wollen dafür überhaupt nicht veehrt werden. Sie wollen nur als Vorbild leben und den Menschen vor Augen führen, dass sie ebenfalls wunderbare hell-leuchtende Lichtwesen sind.

 

Warum greift "Gott" nicht sofort ein?

Warum bestraft er nicht sofort und belohnt die Guten? Diese Fragen haben wir alle sicherlich schon oft gehört.

Wir verstehen jetzt, dass es einen Gott nur im Dualen System gibt. Die höchste Bewusst-seins-Existenz ist im Lichtraum, der aus der Vielzahl aller vollkommenen Lichtwesen besteht, die so miteinander verschmolzen sind, dass sie wie ein einziges großes Wesen denken und fühlen und dabei doch individuell und vielfältig bleiben. Diese Lichtwesen greifen niemals in das Geschehen ein. Sie lassen jeder Seele freien Lauf, all das zu erfahren und zu erleben, was sie will.

Genauso auch die Geistwesen und Geistführer. Sie lassen einen jeden gewähren, bis er von selbst kommt und von sich aus bessere Energien sucht. Dann sind sie sofort zur Stelle und geben alle erdenkliche Hilfe, um die Seele in ihrem Bemühungen zu unterstützen. Fällt sie aber wieder zurück und möchte lieber andere Erfahrungen machen, dann wird niemand abrupt gestoppt und zurechtgewiesen. Sie lassen die Seele alle ihre Erfahrungen machen, die sie benötigt, um der wahren Schätze bewusst zu werden. Deswegen wird die Seele nicht bestraft oder gezüchtigt, wie das im Alten Testament und von den Priestern vieler Religionen dargestellt wird. Die Seele wird nur ihren eigenen Energien überlassen. Das heißt, sie muss alle Folgen, die ihre Energien bewirken, durchleben, erfahren und durchleiden. Das ist das Gesetz des Karmas.

Nur dadurch lernt die Seele die Qualität und Eigenschaften jeder Energie kennen. Sie lernt, die Energien zu unterscheiden und bewerten. Sie lernt, welche Energien sich lohnen und welche nicht. 

 

Die Wahrheit ist,

dass man genau die Energie,

die man zur Zeit auslebt, am meisten liebt.

Sonst hätte man sie schon längst überwunden. 

 

Wenn man diese speziellen Energien, die man zur Zeit auslebt, nicht mehr liebt, dann erst kommt man in seiner Entwicklung weiter und kann neue Energien erfahren und bewerten lernen. Dieser Bewertungsprozess dauert so lange, bis man die höchste und beste Energie lieben gelernt hat, so dass man diese in allen Umständen allen anderen Energien von ganzem Herzen vorzieht. Diese höchste und beste Energie ist die vollkommene Energie der Licht-Liebe.

Alles was im Leben eines Menschen und auf diesem Planeten an Schicksalen passiert, sind Folgen des selbsterwählten Karmas. Man hat immer wieder - oftmals wider besseres Wissen - Energien des Egoismus, der Ausbeutung und Zerstörung des eigenen Körpers und der gesamten Natur ausgelebt und kann somit dem nicht entgehen, die Folgen dieser Energien kennenzulernen. Erst dann lernt man, die Energien zu bewerten und zu transformieren. Diese karmischen Folgen können für einzelne Menschen und Völker sowie auch für Tiere und Pflanzen furchtbar sein. Alles was an Schrecklichem um uns herum passiert - an Nöten, Elend, Kriegen und Naturkatastophen - alles das sind solche karmischen Folgen. 

Das sind also keine Gottes-Plagen - wie sie im Buch Mose beschrieben werden - sondern selbst verursachte Leiden, die zu einer besseren, reiferen Bewertung führen sollen und zu einem Umdenken und Neubeginn, so dass man aufhört, die egoistischen und negativen Energien zu lieben und statt dessen die harmonischen Energien der Liebe und des Lichts erwählt.

 

 

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Stand: Okt. 2017

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