Geist-Samadhi

Meditationen

 

IX. Geist-Samadhi:

 

1. Was ist Samadhi?

Samadhi ist ein tiefer Zustand der Versenkung, wobei das konditionierte Ich-Bewusstsein während dieser Erfahrung ausgeschaltet ist. Das kann für kurze Augenblicke bei einer schönen Musik oder bei einem Bild passieren oder in der Natur. Dieser Zustand kann aber auch durch physische Bewegungen erreicht werden, wie z.B. im Sport. Ein früherer, mir bekannter 10.000 Meter-Läufer erzählte mir, dass er während des Laufens aus dem Körper austreten konnte und sich selbst beim Laufen zuschauen konnte. Dies hätte ihm ein unglaub-liches Gefühl der Freiheit und der Glückseligkeit gegeben.

Einen ähnlichen Zustand kann man mit der Technik des Jada Samadhi herbeiführen, indem durch physische Übungen (Anspannen verschiedener Muskeln und durch Druck auf bestimmte Drüsen) eine unbewusste Trance erreicht wird, durch die der Verstand leer wird und eine Versenkung ins Unbewusste erreicht wird. Der Meditierende ist dabei leer und erlebt nichts, da er nicht mehr bewusst ist.

Im Savikalpa Samadhi bleibt der Meditierende bei vollem Bewusstsein seiner eigenen Gedanken und Gefühle. Doch kommen diese zur Ruhe und können den Zustand der Versenkung nicht stören, wohingegen das Ego-Bewusstsein mit dem Ich-Gefühl beim Nirvikalpa Samadhi völlig verschwindet und Platz macht für das Kosmische Bewusstsein, so dass man sich nicht länger mehr mit seiner konditionierten Person und seinen Rollen inner-halb der Matrix identifiziert, sondern im Kosmischen Bewusstsein aufgeht.

Samadhi ist also ein Bewusstseinszustand ausserhalb der Begrenzungen des Körpers, der Sinne, der eigenen dualistischen Gedanken- und Gefühlswelt, des Ich-Gefühls, der Identifi-kation mit dem Ego und den Rollen, die man innerhalb einer bestimmten Matrix spielt. Was ist das für ein Bewusstseinszustand? Und was für ein Bewusstsein ist das Kosmische Bewusst-sein?

Um diese Frage klären zu können, sollten wir uns zunächst die verschiedenen Methoden und Ziele einiger prominenter Richtungen ansehen:

 

a) Die Versenkung in den "Achtfachen Pfad" des Raya-Yogas:

Der Raja-Yoga wurde bereits vor ca. 1800 Jahren vom Rishi Patanjali in den Yoga-Aphoris-men niedergeschrieben.

 

1. YAMA (Die 5 Enthaltungen )
2. NIYAMA (Die 5 Verhaltensregeln)
3. ASANA (Die rechte Meditationshaltung)
4. PRANAYAMA (Beherrschung der Lebensenergie)
5. PRATYAHARA (Verinnerlichung)
6. DHARANA (Gebet)
7. DHYANA (Meditation, Erleuchtung)
8. SAMADHI (Selbst-, Gottesverwirklichung)

 

Der letzte der "Acht Pfade" ist das Sichversenken - der Samadhi. Er ist in neun aufeinander folgende Stufen der Meditation geteilt:

 

  1. Geistesruhe
  2. Klarblick
  3. Gleichmut und Glücksgefühl
  4. Absoluter Gleichmut
  5. Eintritt in die Unendlichkeit
  6. Unendlichkeit des Bewusstseins
  7. Nichtdasein
  8. Weder- Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung
  9. Nirwana

 

Durch neutrale Beobachtung aller Daseinsphänomene, der Sinnesobjekte, Erscheinungen, Gefühle und Gedanken erreicht man eine allmähliche Loslösung, so dass man von nichts mehr von berührt wird. Berühmt ist der Vergleich mit einem Lotusblatt: Wie ein Tropfen Wasser, der ein Lotusblatt berührt, dieses zwar trifft, aber nicht daran hängen bleibt, so wird der Heilige, solange sein Körper noch besteht, zwar von aller Wahrnehmung getroffen, diese bleibt aber nicht an ihm hängen - erzeugt also keine Anhaftungen. Man wird frei von allen Zuständen wie Sinnesfreude und Leiden, Glück und Unglück, Freude und Schmerz, Verlust und Gewinn, weil man sich mit dem Bewusstsein jenseits dieser Anhaftungen identifiziert. Dieses Bewusstsein ist das Bewusstsein der Leere, des Nichts, das jenseits aller Erschei-nungen existiere. Nur in diesem Bewusstsein bewirke man keinerlei Karma mehr, welches in weitere Inkarnationen zwinge. Nur dann könne man aus dem Samsara, dem Kreislauf des Leidens und der Wiedergeburten in Nichts austreten, wo es kein Erleben mehr gebe, sondern nur noch Sein. Dieser lösgelöste Zustand wird in der buddhistischen Lehre als Samadhi verstanden.

 

b) Yoganada und der Kriya Yoga:

Der Kriya Yoga ist die Weiterentwicklung des Raya-Yogas und wurde maßgeblich durch Yogananda bekannt. Die Übungen beginnen eigentlich mit der 4. Stufe, PRANAYAMA (Beherrschung der Lebensenergie), und führen in die Atemtechnik ein. Yogananda beschreibt die Übungen folgendermaßen:

Kriya ist eine uralte Wissenschaft, die Lahiri Mahasaya von seinem großen Guru Babaji empfing. Dieser hatte die im Dunklen Zeitalter verlorengegangene Technik wiederent-deckt, neu erklärt und ihr die einfache Bezeichnung Kriya-Yoga gegeben.

«Der Kriya-Yoga, den ich der Welt in diesem I9. Jahrhundert durch dich übergebe», sagte Babaji zu Lahiri Mahasaya, «ist eine Wiederbelebung derselben Wissenschaft, die Krishna vor mehreren Jahrtausenden Arjuna vermittelte und die später auch Patanjali und Christus sowie Johannes, Paulus und anderen Jüngern bekannt wurde.»

Der Kriya-Yoga wird von Krishna, dem größten Propheten Indiens, zweimal in der Bhagavad-Gita erwähnt. Ein Vers lautet wie folgt:
«Indem der Yogi die Einatmung der Ausatmung und die Ausatmung der Einatmung darbringt, hebt er sie beide auf; damit befreit er das Prana vom Herzen und gewinnt Herrschaft über seine Lebenskraft.".
 
Diese Worte sind so zu verstehen:
«Der Yogi hält den Verfall seines Körpers auf, indem er sich durch Beruhigung der Lungen- und Herztätigkeit einen zusätzlichen Vorrat an Prana (Lebenskraft) verschafft. Außerdem wirkt er den wachstumsbedingten Veränderungen im Körper durch Beherrschung des Apana (ausscheidenden Stromes) entgegen. Indem der Yogi auf diese Weise Verfall und Wachstum neutralisiert, erlangt er Herrschaft über seine Lebenskraft.»
 
Kriya-Yoga ist eine einfache, psychophysische Methode, mit deren Hilfe dem menschlichen Blut Kohlendioxyd entzogen und Sauerstoff zugeführt wird. Diese zusätzlichen Sauerstoffatome werden in einen "Lebensstrom" verwandelt, der das Gehirn und die Rückenmarkszentren neu belebe. Dadurch, daß der Yogi die Anhäufung venösen Blutes verhindert, kann er den Verfall der Zellen reduzieren oder sogar aufheben. Ein fortgeschrittener Yogi verwandelt seine Körperzellen in reine Energie. Elias, Jesus, Kabir und andere Propheten der Vergangenheit waren Meister im Kriya oder in einer ähnlichen Technik, die es ihnen ermöglichte, ihren Körper beliebig zu materialisieren oder zu entmaterialisieren.
 
Ein anderer Gita-Vers lautet:
«Wer der Meditation kundig ist (der Muni), wer das höchste Ziel verfolgt und sich von allen äußeren Erscheinungen abkehrt, indem er den Blick auf die Stelle zwischen den Augenbrauen richtet und die gleichmäßigen Ströme des Prana und Apana (die) innerhalb der Nase und der Lunge (fließen) neutralisiert, wer sein Sinnesbewusstsein und seine Geisteskräfte beherrscht und Begierde, Furcht und Zorn überwindet, erlangt ewige Freiheit."...

Richtet den Blick mit geschlossenen oder halb geschlossenen Augenlidern auf den Sitz des geistigen Auges zwischen den Augenbrauen (auch drittes Auge oder Christuspunkt genannt). Von diesem Zentrum der Ruhe und Konzentration aus beobachtet in Gedanken wie der Atem natürlich ein- und ausgeht. Wendet auf keinen Fall Willenskraft an und zwingt euch nicht, während ihr ein- und ausatmet. Verhaltet euch so losgelöst, als ob ihr den Atem eines anderen beobachtetet...

Während der Atem einfließt, singt in Gedanken »Hong« (Nasallaut wie bei »Gong«, wobei das »g« nicht ausgesprochen wird) und beim Ausatmen singt man in Gedanken »So« (scharfes ß und dunkles »o« wie in »offen« oder »Gott«, nur langgezogen. (So Ham ist das universelle Atemmantra, die wörtliche Übersetzung lautet »Ich bin ER«. Variationen davon sind: Hamsa, Hong So oder Hon Sau).
Beim geistigen Singen der Worte »Hong« und »So« soll man die Zunge nicht bewegen...

Jeder Laut im Universum hat eine bestimmte geistige Wirkung und Entsprechung. »Hong« und »So« sind zwei heilige Sanskritworte, die schwingungsmäßig mit dem ein- und ausgehenden Atem in Beziehung stehen. Die wörtliche Übersetzung lautet: »Ich bin Er.« Die geistige Wiederholung von »Hong« beim Einatmen und von »So« beim Ausatmen hat eine außerordentlich beruhigende Wirkung auf den Geist und erleichtert es daher dem Schüler, sich bei dieser Übung auf den ein- und ausgehenden Atem zu konzentrieren...

Richten Sie den Blick und die Aufmerksamkeit mit halb geschlossenen oder, wenn es Ihnen leichter fällt, ganz geschlossenen Augen auf die Stelle zwischen den Augen-brauen, so als ob Sie von dort in die Ferne blicken wollten. (Menschen, die sich tief konzentrieren, ziehen oft ihre Brauen an dieser Stelle zusammen.) Strengen Sie die Augen aber nicht an, und schielen Sie nicht. Der Blick wird sich ganz von selbst nach oben richten, wenn man entspannt ist und sich ruhig konzentriert...

Tiefe Konzentration und innere Stille sind notwendig, um das geistige Auge erblicken zu können: einen goldenen Ring, der eine blaue Sphäre umgibt, in dessen Mitte wiederum ein fünfzackiger, weißer Stern pulsiert. Wer diesen Stern erblickt, sollte versuchen, ihn zu durchdringen, indem er seine Konzentration ständig vertieft und innig zu Gott betet.
 
Der Rishi Patanjali hatte schon vor circa 1800 Jahren geschrieben:
«Der Kriya-Yoga besteht aus der Disziplinierung des Körpers, Herrschaft über die Gedanken und Meditation über OM.»
 
Patanjali spricht von OM als dem Gott offenbarenden Wort, das man in der Meditation hören kann. OM ist das Schöpferwort, das Summen des kosmischen Motors, der Zeuge der Göttlichen Gegenwart. Selbst der Anfänger im Yoga kann in seinem Inneren bald den wundersamen Laut OM erklingen hören und gewinnt aufgrund dieses freudigen geistigen Erlebnisses die Überzeugung, mit übernatürlichen Bereichen in Verbindung zu stehen.

 

In diesen Zitaten finden wir die wichtigsten Bestandteile für die Kriya-Yoga Übungen:

  • Durch Atemtechnik wird zusätzliches Prana (ätherische Lebenskraft) geschaffen, indem der Überschuß an Sauerstoff-Atomen in Prana-Lebensenergie verwandelt wird.
  • Dieser Lebensstrom soll die 7 Rückenmarks-Zentren, Gehirn und die Zellen neu beleben, indem man diese Lebenskraft geistig in einem Bogen um die sechs Rückenmarks-Zentren auf- und abwärts kreisen lasse.
  • Der Schlüssel zur schnelleren Entwicklung ins Kosmische Bewusstsein liege also in der richtigen Atemtechnik. Wenn die Atem-Übungen regelmäßig gesteigert werden, finden täglich astrale Veränderungen im menschlichen Körper statt, bis dieser schließlich die unbegrenzte kosmische Energie - die erste physische Ausdrucksform des GEISTES - zu offenbaren vermag. (ibid.)
  • Hong-So Technik: Der innere Blick (Konzentration) auf die Stelle zwischen den Augenbrauen - das Ajna-Chakra - hilft dem Meditierenden die Konzentration aufrecht zu erhalten. Im fortgeschrittenen Stadium können über den inneren Blick auf das Ajna-Chakra zusätzliche Prana-Energien aufgenommen werden und an die hinteren Rückkenmarks-Zentren entlang der Wirbelsäule mit dem OM-Laut gesandt werden.
  • Die OM-Technik der Meditation hilft, die Konzentration zu erhöhen, indem man sich der göttlichen Gegenwart über den Heiligen Ton OM bewusst wird.
     
 
Durch diese Atem- und Konzentrations-Übungen können folgende Samadhi-Zustände erreicht werden:


1) Savikalpa Samadhi:

Einige Merkmale:

  • Fokus bzw. Konzentration auf das Stirnchakra und ätherische Prana-Energie
    • Verlangsamung des Atems führt zur Überschuss an Sauerstoff
    • Konzentration auf das OM
  • Man verliert für eine kurze Zeit einen Großteil des Ich-Bewusstseins
    • Der physische Körper wird nur teilweise wahrgenommen
    • Gedanken und Gefühle werden noch in der Ferne wahrgenommen, dringen aber nicht mehr direkt in das Bewusstsein ein
    • Die Sinne (Hören, Sehen, Riechen, Fühlen …) sind reduziert
    • Anderes Zeit- und Raumgefühl
  • Der atemlose Zustand wird dadurch erreicht, dass überschüssiger Sauerstoff in den Zellen, den Chakren und Shushumna-Kanal (in Wirbelsäule) angereichert wird und die Lebensenergie des Prana bildet.
  • Eingeschränktes Bewusstsein (wie im Tiefschlaf)
  • Erfahrungen nur in den höheren Dimensionen innerhalb des Dualen Systems
    • Man sieht Farben und Landschaften in Astralräumen
    • Man bekommt Wissen und Erkenntnisse über Astralräume
    • Man kann Erlebnisse in Astralräumen mit Astralwesen bekommen

 

 
2) Nirvikalpa Samadhi:

Einige Merkmale:

  • Fokus bzw. Konzentration auf das Stirnchakra und ätherische Prana-Energie:
    • Verlangsamung des Atems führt zur Überschuss an Sauerstoff
    • Konzentration auf das OM
  • Man verliert für eine längere Zeit jegliches Ich-Bewusstsein:
    • Dieser Zustand kann Tage und Wochen andauern
    • Keine Ideen oder Gedanken mehr
    • Keine Sinneswahrnehmung
    • Keine Wahrnehmung mehr des materiellen Körpers
    • Vollkommene Stille
    • Keine Wahrnehmung von Zeit und Raum
    • Verlust der eigenen Identität
  • Volles Bewusstsein = „schlafloser Schlaf“
    • Man erlebt das Kosmische Bewusstsein und verfällt nicht in eine Art von Tiefschlaf.
    • Das eigene Bewusstsein geht auf im All-Bewusstsein.
  • Erfahrungen in den höheren Dimensionen innerhalb des Kosmos
    • Höhere Erfahrungen von Frieden und Glückseligkeit
    • Höhere Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung
    • Aufladung mit ätherischen Kräften (Siddhis)
    • Erfahrungen höherer Astralräume und Dimensionen
    • Man will nicht mehr zurück ("Flucht aus der Welt")

 


3) Sahaja Samadhi:

Merkmale des Nirvikalpa Samadhi mitten im Leben:

  • Man kann zwischen physischem und Samadhi-Bewusstsein hin- und herwechseln.
  • Man verbleibt in den Energien des Samadhi, während man seiner Arbeit nachgeht.
  • Man kann die Samadhi-Energie jede Sekunde manifestieren.

 

 

Was ist Kosmische Energie und Prana?

Die wörtliche Übersetzung von Prana ist "Lebensatem" oder "Lebenshauch". Früher wurde der Atem oder Odem mit der Lebenskraft gleichgesetzt. Im Sauerstoff, glaubte man, würde die ätherische Lebensenergie transportiert, die alle Bereiche der Erscheinungen durch ihre Energie bilde und erhalte. 

Nach meinem Verständnis ist diese Lebensenergie die Kraft, die alle Universen und Körper baut - also die ätherisch-astrale Energie oder Ätherische Puls-Energie, wie ich sie nenne (Ätherische Puls-Energie). Yogananda erklärt selbst, dass diese Lebensenergie "täglich astrale Veränderungen im menschlichen Körper" schaffe, bis dieser schließlich die unbegrenzte kosmische Energie - die erste physische Ausdrucksform des GEISTES - zu offenbaren vermag." Fast alle Autoren, die sich mit metaphysischen oder transzendentalen Themen befassen, sind sich darin einig, dass die erste physische Ausdrucksform des Geistes die ätherisch-astrale Energie ist. Wir folgern daher, dass die kosmische Energie eben diese ätherisch-astrale Puls-Energie ist.

Die vorgestellten Samadhi-Zustände sind also allesamt Erfahrungen innerhalb des Astral-Bewusstseins. Sie sind keine Erfahrungen des eigenen Wahren Wesens oder des Neuen Wahren Wesens, des Lichtkörpers. Die Erfahrungen mit der Geist- und Lichtenergie sind auf einem viel höheren Energie-Level.

 

Ein persönliches Erlebnis:

Auch ich erlebte einmal eine solchen Zustand der Extase, in dem ich mein eigenes Bewusst-sein verließ und in einen anderen Bewusstseinsraum eintrat. Ich erlebte die völlige Loslösung vom Körper und eine rauschartige Verzückung.

Es fing damit an, dass mein Atem immer langsamer wurde und die Energien immer stärker, bis ich einen rauschartigen Zustand erlebte. Ich empfand ein überirdisches Glück und eine Art Schwebezustand. Dann sah ich mich auf einmal in einer chinesischen Landschaft mit Pagoden auf mehreren Hügeln. Zwischem mir und den Pagoden erstreckte sich ein tiefes Tal. Dann trat zwischen diesen Pagoden ein alter weißhaariger Mann mit langem spitzen Bart hervor und sprach mich an. Ich solle endlich lernen, worum es im Leben ginge:

"Lebe Dharma!" und "Unterwerfe dich dem Augenblick!"

Dadurch könne ich lernen, frei von meinem Körper zu werden und könne als freie kosmische Energie leben. Anschließend demonstrierte er mir das. Er erhob sich plötzlich in die Luft, machte einige Rollen hin und her und gebot mir genau hinzuschauen, wie er sich auflösen würde. Ich sah, wie sein Körper mit einem Mal nach allen Seiten auseinandergerissen wurde und nur noch weißliche Energie zu sehen war.

"Auf dieselbe Weise kannst du alle Probleme auflösen!"
"Das kannst du auch tun."

Und ich erhob mich auch vom Grund, flog hin und her und löste mich genauso auf wie er. Das war ein unglaubliches extatisches Glücksgefühl. Und doch - mitten in dieser Extase - spürte ich, dass etwas nicht richtig war. Ich konnte meinen Lichtkörper nicht mehr spüren und wunderte mich.

Als dieser Zustand verebbt war, fragte ich meinen Geistfüher, was ich erlebt hatte. Er sagte mir, dass dieser chinesische Lehrer einmal mein Lehrer gewesen sei und dass diese Extase nur durch kosmische Energien verursacht wird, wenn auch durch sehr hohe.

Aber auch die höchsten kosmischen Energien, die man im gesamten Universum erreichen könne, hätten nichts mit der Lichtenergie zu tun. Es seien nur höhere Energien des Kosmos, der aus vielen unterschiedlichen ätherischen Energien in den verschiedenen Dimensionen bestehe. Man dürfe sich nicht in solchen Rauschzuständen verlieren, denn sie helfen uns nicht, die in uns gespeicherten Energien zu entdecken und zu transformieren. Durch solche Rauschzustände gingen viele in die Irre.

 

So verstand ich, dass wir hier auf der Erde unsere gespeicherten Energien in den wechsel-vollen Lebenssituationen erfahren müssen, um einen Fortschritt unserer Seele bewirken zu können. Denn nur wenn die Seele sich durch die Erfahrungen bewusst wird, was sich lohnt oder nicht lohnt, kann sie gespeicherte Enegien aufgeben und verwandeln. Im Zustand des Samadhi wird nichts verändert oder transformiert. Die eigenen feinstofflichen Energiekörper bleiben unverändert bestehen!

Ich habe einige Beispiele von Menschen gelesen, die nach tollen Extasen und Rauschzu-ständen und stundenlangem Samadhi grob und unbeherrscht und gewalttätig wurden. Die gespeicherten Eigenschaften hatten sich also durch diese Zustände nicht verändert.

Eine Stunde mitten im Trubel der Schwierigkeiten, wo man seine negativen Energien erken-nen und transformieren kann, ist besser als eine ganze Woche im dauernden Samadhi. Jede kleine Transformation in widrigen Umständen bringt mehr, als durch eine Flucht in ätherische Rauschzustände inaktiv zu werden.
 

"Lebe Dharma" gemäß der Bhagavadgita bedeutet:
Lebe die Tugenden, wie Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Zornlosigkeit, Entsagung, Frieden, Nicht-Verleumdung, Mitgefühl für die Lebewesen, Begierdelosigkeit, Milde, Bescheidenheit, Vergebung, Beständigkeit, Reinheit, Fehlen von Feindseligkeit, Nicht-Hochmut ...
 
"Unterwerfe dich dem Augenblick" bedeutet:
Lebe im Jetzt, gib dich immer ganz im Jetzt hin und nimm bereitwillig und mit Hingabe alles an, was dir dieser Augenblick jetzt bringt.
 
 
Die vorgestellten Übungen können zumindest helfen, positive astrale Energien aufzunehmen und negative aufzugeben, so dass die Chakren mit positiven astralen Energien angereichert werden. Das ist die Voraussetzung für die höheren Meditationen und den Geist- und Licht-Samadhi.
 
 

Gewaltige Willenstärke und Disziplin:

Man braucht eine unglaubliche Disziplin und sehr viel Zeit und Einsatz, um diese Yoga-Übungen durchzuführen. Yogananda sagte selbst, dass es ohne den unbedingten, starken Willen keinen Fortschritt geben könne. Ich selber habe diese Übungen früher auch eine Zeitlang gemacht, um die Wirkungen zu studieren. Ich glaube, dass die meisten nicht die geforderten 3 Stunden am Tag meditieren können, die später noch auf 6 Stunden ausgeweitet werden sollen. Wer kann das? Wer hat dafür die einsenharte Disziplin und auch die Zeit?

Deshalb brauchen wir eine andere Art von Meditation, die einfacher und schneller etwas in uns bewirken kann. Das ist eine Meditation, die uns nicht viele mühsame Stufen im ätherisch-astralen Raum des Kosmos aufbürdet, sondern direkt im höheren Geistraum anfängt. Durch den Wahren Willen können wir uns direkt mit den viel stärkeren Geistenergien verbinden und diese in uns wirken lassen. Wir brauchen uns nicht mit eisenhartem Willen selbst diszipli-nieren und zwingen, sondern lassen die höheren Kräfte das in uns bewirken, was wir von unserer Natur her kaum leisten können.

Die neue Meditation ist die Bewusstseins-Verlagerung ins Geist- und Licht-Bewusstsein, die über die Absichtserklärung direkt erfolgt. Diese kann jeder schaffen, der dies von ganzem Herzen will. Statt ätherisch-astraler Prana-Kräfte bekommt er sofort die Hilfe von Geist- und Lichtenergien, die viel stärker sind und direkt die negativen Energien auslöschen und trans-formieren können, anstatt sie mit viel Disziplin "auszuhungern".

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so etwas bekommen haben.

 

Der Geist-Samadhi:

Dieser Samadhi ist ein Zustand der Versenkung ins Geist-Bewusstsein - also in unser Wahres Wesen. In diesem Zustand ist man vom Ich-Bewusstsein abgekoppelt und erlebt sich als Wahres Wesen

  • Man erlebt sich nur noch als Geist-Bewusstsein - als Wahres Wesen.
  • Die Verbindungen zum eigenen Körperbewusstsein sind abgekoppelt.
  • Man ist frei und unabhängig von eigenen Gefühlen, Gedanken und Sinneseindrücken.
  • Man erlebt unbeeinträchtigt wunderbare Ruhe und Frieden, tiefe Freude und Glück.
  • Man fühlt sich eins mit allem und allen.

 

Wie gelangt man in diesen Samadhi?

Voraussetzung ist, dass alle Chakren und der Mittelkanal frei sind.

Durch die Epiphyse bekommen wir den Kontakt zu unserem Wahren Wesen, also zu unserem Geist-Bewusstsein. Wenn wir einen Lichtball dort länger wirken lassen, dann lösen sich alle astralen Energien in Form von Gedanken, Gefühlen und Sinneseindrücken auf, ohne dass wir direkt gegen diese Gedanken angehen müssen. Wir lassen nur den Lichtball durch unseren Wahren Willen wirken und die Lichtenergien besorgen das Übrige.

 

Übung:

Eigentlich will ich jetzt ganz und gar Wahres Wesen sein.

Das ist jetzt mein Wahrer Wille.
Ich will jetzt nur noch das, was mein Wahrer Wille will.
Mein Wahrer Wille verwirklicht sich jetzt.

Ich lasse jetzt aus meinem LK einen Lichtball entstehen und schicke ihn in meine Epihyse.

Durch meinen Wahren Willen bin ich jetzt mit meinem Wahren Wesen und dem Lichtball aus dem LK verbunden.

Beim Einatmen aktiviere ich die Linksdrehung meines Lichtballes, so dass im LB ein Sog nach innen entsteht und die negativen astralen Energien (Gedanken + Gefühle ...) in den LB eingezogen werden.
 
Beim Ausatmen aktiviere ich die Rechtsdrehung meines LB, so dass in meinem LB ein spiralförmiger Druck nach außen entsteht und aus meinem LB Lichtenergien in meine Epiphyse reingepumpt werden.
 
 
Mögliche Bestätigungs-Sätze:
  • Ich habe jetzt die negativen astralen Energien (Gedanken + Gefühle ...) aus meiner Epiphyse gelöscht.
  • Ich habe jetzt meine Epiphyse mit Licht aus meinem LB gefüllt.
  • Ich bin jetzt nur noch Wahres Wesen.

 

Kurze Version:

Eigentlich will ich jetzt ganz und gar Wahres Wesen sein.

Mein Wahrer Wille verwirklicht sich jetzt.

Ich lasse jetzt aus meinem LK einen Lichtball entstehen und schicke ihn in meine Epihyse.

Ich atme die negativen Energien aus und die Lichtenergien ein. 

Ich bin nur noch Wahres Wesen.

 

Nach einiger Zeit spürt man, dass der Lichtball völlig selbständig arbeitet und Lichtenergien ausströmt und negative Energien einzieht. Dann ist der Zustand des Geist-Samadhis erreicht und ich brauche keine weiteren Absichtserklärungen mehr. Ich spüre dann nur noch Eines:

 

Ich bin nur noch Wahres Wesen.
Ich bin Stille und Glück.

 

Je öfter man diese Übung macht, um so tiefer erlebt man sich selbst nur noch als Wahres Wesen. Alles andere ist wie ausgeblendet und kann uns nicht mehr stören. Unser Ziel ist, auch im Alltag immer in diesem Bewusstsein unseres Wahren Wesens zu verbleiben. Das ist ein sehr hohes Ziel. Dann ist man immer in Freude, Frieden und wahrem Glück und  keine Ereignisse können einen mehr aus diesem Glück herausreißen.

 

Stand: Dez. 2017

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