Licht-Samadhi

Der Licht-Samadhi:

 

Das Ziel unserer Meditationen ist der Zustand des Samadhi. Das ist der Zustand, in dem wir immer in Licht und Liebe sein können, egal wo wir sind und was wir auch tun. Die Veden stellen auch einen Samadhi-Zustand vor. Allerdings kennzeichnet dieser Zustand das Aufgehen in den astralen Prana-Energien, um Selbstverwirklichung zu erreichen und jenseitige Erfahrungen im Dualen System zu machen. Bei unserem Licht-Samadhi geht es nicht mehr um Selbstverwirklichung, Siddhis und Erkenntnisse über Zeit und Raum, sondern um die selbstlose Licht-Liebe. Es geht um die Befreiung vom Ego, nicht um die Stärkung desselben mit ätherischen Kräften. Zuerst eine kurze Zusammenfassung der Merkmale des Yoga-Samadhis, wie ich ihn nenne, um die Unterschiede zum Licht-Samadhi besser herausarbeiten zu können:

Der Yoga-Samadhi:
Es gibt 3 Stufen mit unterschiedlichen Bezeichnungen. Die hier vorliegenden werden am häufigsten gebraucht , u.a. auch von Yogananda.

1) Savikalpa Samadhi:

Einige Merkmale:

  • Fokus bzw. Konzentration auf das Stirnchakra
  • Konzentration auf das OM und die ätherische Prana-Energie
  • Man verliert für eine kurze Zeit einen Großteil des menschlichen Bewusstseins
    • Der physische Körper wird nur teilweise wahrgenommen
    • Gedanken und Gefühle werden noch in der Ferne wahrgenommen, dringen aber nicht mehr direkt in das Bewusstsein ein
    • Die Sinne (Hören, Sehen, Riechen, Fühlen …) sind reduziert
    • Anderes Zeit- und Raumgefühl
  • Atemloser Zustand – wird dadurch erreicht, dass das Prana in den Chakren und Shushumna-Kanal (in Wirbelsäule) festgehalten wird
  • Eingeschränktes Bewusstsein (wie im Tiefschlaf)
  • Erfahrungen in den höheren Dimensionen innerhalb des Dualen Systems
    • Man sieht Farben und Landschaften in Astralräumen
    • Man bekommt Wissen und Erkenntnisse über Astralräume
    • Man kann Erlebnisse in Astralräumen mit Astralwesen bekommen


2) Nirvikalpa Samadhi:

Einige Merkmale:

  • Fokus bzw. Konzentration auf das Stirnchakra
  • Konzentration auf das OM und die ätherische Prana-Energie
  • Man verliert für eine längere Zeit jegliches Bewusstseins
    • Dieser Zustand kann Tage und Wochen andauern
    • Keine Ideen oder Gedanken mehr
    • Keine Sinneswahrnehmung
    • Keine Wahrnehmung mehr des materiellen Körpers
    • Vollkommene Stille
    • Keine Wahrnehmung von Zeit und Raum
  • Volles Bewusstsein = „schlafloser Schlaf“
    • Man bleibt bei vollem Bewusstsein und verfällt nicht in eine Art von Tiefschlaf
  • Man verliert seine Identität, sein eigenes Bewusstsein und geht auf im All-Bewusstsein
  • Erfahrungen in den höchsten Dimension innerhalb des Kosmos
    • Höchste Erfahrungen von Frieden und Glückseligkeit
    • Man erhält höchste Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung
    • Aufladung mit ätherischen (magischen) Kräften (Siddhis)
  • „Flucht aus der Welt“ (man will nicht mehr zurück)


3) Sahaja Samadhi:

Merkmale des Nirvikalpa Samadhi mitten im Leben:

  • Man kann zwischen physischem und Samadhi-Bewusstsein hin- und herwechseln
  • Man verbleibt in den Energien des Samadhi, während man seiner Arbeit nachgeht
  • Man manifestiert die Samadhi-Energie jede Sekunde



Der Licht-Samadhi:
Im Unterschied zum Yoga-Samadhi konzentriert man sich nicht mehr auf das OM und die ätherischen Prana-Energien, sondern auf den Wesensstern und den Lichtraum mit seinen Lichtenergien.

 

1) Anfangsstadium:

Einige Merkmale:

  • Konzentration auf den Wesensstern, indem man sein Bewusstsein mittels einer Absichtserklärung in den Wesensstern verlagert:

  Ich SELBST bestimme Jetzt: Ich gehe jetzt in den Lichtraum.
  Ich bin JETZT in meinem Lichtraum.

Erfahrungen im Anfangs-Samadhi:

  • Man ist mit seinem Bewusstsein ganz im Lichtraum:
    • Dieser Zustand kann Minuten bis Stunden andauern
    • Gedanken und Gefühle können noch auftauchen, werden aber wie von einer anderen Person wahrgenommen
    • Auch die Sinne sowie der physische Körper werden nur noch so wahrgenommen, als ob sie zu einer anderen Person gehörten.
    • Das Zeit- und Raum-Gefühl schwindet.
  • Reine Erfahrung von Licht und Liebe im Bewusstsein
  • Zustand der Verbundenheit mit unzähligen Lichtwesen
  • Man will diese Licht-Liebe jedem Wesen geben.


2) Fortgeschrittenes Stadium:

Einige Merkmale:
Nach der Absichtserklärung ...

  • Man verliert für einige Zeit fast jegliches Bewusstsein
    • Dieser Zustand kann Minuten bis Stunden andauern
    • Gedanken und Gefühle werden nicht mehr wahrgenommen
    • Keine Sinneswahrnehmung mehr
    • Keine Wahrnehmung mehr des materiellen Körpers
    • Keine Wahrnehmung mehr von Zeit und Raum
  • Nur noch ungestörte, reine Erfahrung von Licht und Liebe
  • Zustand der Verbundenheit mit unzähligen Lichtwesen
  • Kommunikation mit Lichtwesen
  • Man kann nicht mehr anders, als jedem Wesen diese Licht-Liebe zu schenken.


Das Bewusstsein ist dann völlig eingetaucht im Lichtraum, so dass man nichts anderes mehr wahrnehmen kann. Es gibt kein Verlangen mehr nach irgend etwas anderem. Keine Unruhe kann uns mehr ablenken, keine Gedanken und keine Gefühle. Man hat noch nicht einmal mehr Verlangen nach Glückseligkeit oder besonderen Kräften. Man sucht keine Selbstverwirklichung mehr wie im Dualen System. Man ist im Ursprung allen Seins angekommen, wo man alles hat und ist. Man ist Zuhause.
 

3) Endstadium:
Dauerhafte Erfahrung dieses Zustandes, auch während wir unserer Beschäftigung und Arbeit nachgehen. Man hat vollkommene Kontrolle über alle Gedanken, Gefühle und Regungen. Man wird zu nichts mehr getrieben. Die einzige Triebkraft ist nur mehr die Licht-Liebe, die immer von uns ausgeht und für alle Wesen spürbar wird.

 

Die Erleuchtung:

Der Zustand des Samadhi ist eine ganz besondere Hilfe für die Transformation. Denn im Samadhi wird der astrale Energiekörper derart vom Licht durchdrungen, dass viele unbewusste Energien auf einmal transformiert werden können. Ohne Samadhi braucht man dafür viel, viel länger. Je öfter man in diesen Zustand kommt, um so mehr Energien werden zu Licht verwandelt und so wird schließlich der ganz Energiekörper erleuchtet.

Solche Erleuchtete gibt es sehr wenige!
Der Kriya-Yoga-Lehrer Marshall Govindan hat einmal gesagt, dass er glaubt, dass es in 3000 Jahren nur etwa 1000 Erleuchtete gegeben hat, wohingegen es vielleicht 50.000 Personen in denselbem Zeitraum gegeben hat, die den Yoga-Samadhi erlebt haben.

"Erleuchtung ist ein Zustand, der sich auf dauerhaftem Samadhi gründet." (Samadhi)

Wie M. Govindan gerade auf diese Zahlen kommt, gibt er nicht bekannt. Doch bin auch ich überzeugt, dass es in der Geschichte der Menschheit nur sehr wenige gegeben hat, die eine solche Erleuchtung erfahren haben. Nämlich die Erleuchtung ihres gesamten Energiekörpers, so dass nur noch Licht und Liebe von ihrem Körper und ihrer Aura ausgehen, egal was sie auch tun oder wo sie sich bewegen. Bei solchen kann man allezeit die reinen Schwingungen des Lichts und der Liebe in überwältigendem Maße und höchster Intensität verspüren.

Das angeschlossene Forum wendet sich daher nur an diese kleine Schar, die ein solches Verlangen in sich spüren. Die überwältigende Mehrzahl kann mit einem solchen Ziel - einer solchen Erleuchtung - gar nichts anfangen.

 

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