Das Ego

Die Illusion der Materie:

 

9. Das Ego:

Was ist das, was uns als unverwechselbares "Ich" fühlen lässt?

Ich möchte erst einmal einige Interpretationen vorstellen, die ich in der Literatur gefunden habe, um danach eine eigene Definition zu versuchen.

Eckardt Tolle beschreibt dieses "Ich" als Ansammlung von Gedankenformen, die ein Gedankengebäude mit einer Geschichte formen:

 

 

Dieses Ego brauche den Konflikt mit anderen, um sich selbst - die eigene Identität - zu erhalten, die ein auf Gedankenformen aufgebautes illusionäres Selbst ist. Dr. Obadiah S.Harris geht noch weiter. Er sagt, dass unser größter Feind unsere eigene Selbstwahrnehmung ist, unser Ego. Und Dr. Yoav Dattilo sagt: "Das Ego-Bewusstsein, das "Ich", ist der beste Betrüger den man sich vorstellen kann, weil man es nicht sehen kann."

 

 

 

Sehenswert ist auch der folgende Beitrag:

 

 

 

Identifikation und Rolle:

Das Ego sei nicht bei der Geburt festgelegt, obgleich verschiedene Charakterzüge aus den früheren Inkarnationen schon mitgebracht würden. Aber während des gesamten Lebens entwickele es sich weiter in unterschiedliche Richtungen. In der frühen Kindheit entdecke es seinen Körper. Es kann Arme und Beine bewegen und Geräusche machen. Die Körper-Gefühle entwickeln eine Indentifikation mit dem Körper: "Ich bin mein Körper." Dann entdeckt man die Außenwelt mit ihren Dingen: "Das ist mein Spielzeug. Du darfst es mir nicht wegnehmen." Dann werden mehr und mehr Gedanken, Gefühle und Wünsche in Hinblick auf den eigenen Körper (Innenwelt) bewusst und das Ego identifiziert sich mit diesen: "Ich bin meine Gedanken, Gefühle und Wünsche." Dabei grenzt es sich ab von den Vorstellungen, Meinungen und Wünschen anderer (Außenwelt). Die Ideen, Vorstellungen und Wünsche ergänzen die Ich-Persönlichkeit weiter. Mithilfe dieser kann man sich von den anderen unterscheiden - von deren Ideen, Vorstellungen und Wünschen. Man sucht dann Gleichgesinnte, die das eigene Ego verstärken können und schafft Feindbilder für diejenigen, die anders sind. Darüber hinaus lernt das Ego, sich mit sozialen Rollen zu identifizieren.

  • Ich bin ein guter Sohn.
  • Ich bin ein Quälgeist.
  • Ich bin ein Abteilungsleiter.
  • Ich bin ein Arbeitsloser.
  • Ich bin ein Skater.
  • Ich bin ein Musiker.
  • Ich bin ein Gesellschaftsmensch.
  • Ich bin ein Außenseiter.
  • Ich bin ein Erfolgsmensch.
  • Ich bin ein Versager.
  • Ich bin ein Fan von ....
  • Ich bin ein Narzist.
  • Ich bin ein Vegetarier.
  • Ich bin ein Fleischesser.
  • usw.

All diese Rollen schaffen Identifikationen, die das Ego ständig in die eine oder andere Richtung weiterentwickeln. Dabei gibt es positive Rollen, die das Ego unterstützen und negative, die von anderen aufgezwungen werden und das Ego unterdrücken. Oberste Priorität für das Ego ist immer die Sicherung des eigenen Körpers und seiner Bedürfnisse, um sich als Individuum gegenüber der Umwelt und den anderen durchzusetzen. Auch negative Rollen dienen dieser Sicherung. Viele sehen darin eine unabdingliche Notwendigkeit, um überleben zu können - im Sinne der biologischen Evolution. Wenn wir einmal versuchen, dieses unser Ego jetzt für diesen Augenblick zu bestimmen, zersplittert unser Selbstbild zu Fragmenten von typischen Rollen, die wir einmal innehatten oder gerne spielen würden, aber im Augenblick der Bestimmung nicht mehr oder noch nicht sind. Wir wissen nie, was wir jetzt sind, sondern leben in der Vergangenheit oder Zukunft.

Das Ego ist nicht unser Körper, aber abhängig von diesem. Denn alles, was auf den Körper einwirkt, muss das Ego irgendwie kompensieren. Es muss sich selbst immer wieder neu erfinden. Zudem ist es immer ein Spielball der äußeren Faktoren, die sich ständig verändern. Denn nichts ist beständig. Die Meinungen und Sympathien von Freunden ändern sich, der langjährige Partner kann einen verlassen, der Körper kann krank werden und Schmerzen bereiten, Unfälle können passieren, die Existenz bedroht werden, Unwetter oder Feuer können Haus und Hof vernichten, die Kinder können Probleme machen, der Stress in der Arbeit kann zunehmen usw. Es gibt so unglaublich viele Faktoren, auf die das Ego reagieren muss. Je stärker sich das Ego mit einem bestimmten Selbstbild und einer Rolle identifiziert, umso schwieriger gelingt dieser Anpassungsprozess, so dass dann schon eine kleine Änderung genügt, um das illusionäre Selbstbild zu erschüttern. Dann folgen die großen Lebenskrisen, Burn-Outs und Psychosen. Warum ist das so?

 

Das astrale Ego-Bewusstsein:

All diese Umwelteinflüsse - seien es innere, körperlich-seelische oder äußere - wirken auf unser Selbstbild ein. Unser Wach-Bewusstsein muss sich ständig entscheiden, was es von diesen Einflüssen aufnehmen will und was nicht. Aber entscheiden wir wirklich selbst? Wir haben bereits erkannt, dass unser Ego-Bewusstsein vorgegeben ist. Es ist ein kleiner Ausschnitt aus dem Gesamt-Astralbewusstsein im Quanten-Wellenfeld und hat ganz individuelle Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale. Und doch ist die Bandbreite dieser Eigenschaften gewaltig. Diese Bandbreite eröffnet viele Möglichkeiten von Kombinationen und Identifikationen, so dass eine Entwicklung dieses Ego-Bewusstseins möglich wird. Um alle diese Möglichkeiten auszuprobieren, inkarniert das Ego-Bewusstsein wieder und wieder, um möglichst eindrückliche Erfahrungen zu machen. Das Ego-Bewusstsein entscheidet also, welche Erfahrungen es machen will, während unser Wach-Bewusstsein nur in den wenigsten Fällen an diesem Entscheidungsprozess beteiligt ist. Denn das Ego-Bewusstsein ist uns zum allergrößten Teil (ca. 95%) überhaupt nicht bewusst, da es in unserem Unterbewusstsein verankert ist. Von dort aus manipuliert es uns und "verkauft" uns seine Entscheidungen als die unseren - als hätten wir sie mit unserem eigenen Wach-Bewusstsein entschieden.

 

Wie wird unser Wach-Bewusstsein manipuliert?

Unser Wach-Bewusstsein wird die ganze Zeit über vom eigenen Astral-Bewusstsein und dem anderer mit Vorstellungen und Gefühlen gefüttert, dirigiert und manipuliert, ohne dass es dies merkt. Das Ego ist so (be)trügerisch aufgebaut, dass es mehr oder weniger unentdeckt bleibt. Schauen wir uns doch einmal das folgende Video an, damit wir entdecken, wer hier eigentlich "die Strippen zieht":

 

 

 

Dieses Video entstammt einer BBC-Reportage aus dem Jahre 2010 unter dem Namen "Neuroscience and Free Will". Eine Versuchsperson liegt in einem Kernspin-Tomographen und hat die Aufgabe, sich zu entscheiden, welchen Knopf sie drücken will, den Knopf mit der linken oder den mit der rechten Hand. Dabei zeichnet der KT-Scanner alle Aktivitäten im Gehirn auf. Der Hirnforscher kann die Aktivitäten in den Gehirnarealen mitverfolgen und sehen, welche Areale aktiv werden. Anhand dieser erkennbaren Aktivitäten kann er voraussagen, welcher Knopf gedrückt wird. Das Erstaunliche ist, dass die entsprechenden Gehirnareale schon lange Zeit vorher aktiv sind, bevor sich die Versuchsperson für den jeweiligen Knopf entschieden hat. Es ist fast unglaublich: Der Hirnforscher kann ganze 6 Sekunden vorher das exakte Ergebnis voraussagen, bevor die Versuchsperson sich für eine Lösung entschieden hat. Prof. John Dylan Haynes drückt es so aus:

"It seems, that there is a sort of unconcious brain activity going on that is shaping your decisions and that your conciousness comes in in a very late stage. It seems that - what our experiments reveal - there is quite a mechanism unfolding - a deterministic mechanism -  that leads up to your decision in a later point in time. And that was inevitable. They could only go one way."

Die Gedanken- und Bewusstmachens-Prozesse im Wach-Bewusstsein, um eine richtige Entscheidung fällen zu können, scheinen also nebensächlich zu sein! Das Gehirn - bzw. das auf dieses Gehirn wirkende Astral-Bewusstsein - entscheidet unbemerkt ganze 6 Sekunden früher, was zu tun ist, indem es den Wellenkollaps herbeiführt und eine Kettenreaktion von virtuellen Quanten in Gang setzt, die letztlich dazu führen, das die linke oder rechte Hand einen Knopf drückt. Und genau so geht es mit fast allen unseren Entscheidungen! Fast alle diese Entscheidungen sind vom Ego-Bewusstsein determiniert. Und doch glauben wir, dass wir einen freien Willen haben und selbst entscheiden können. So (be)trügerisch ist dieses unser Ego. 

Die Tests wurden mit einer Vielzahl von Probanden durchgeführt und 2012 stand für Haynes fest, dass die meisten Entscheidungen schon 7-10 Sekunden vor der jeweiligen Willens-Entscheidung vorhersagbar waren:

 

 

 

Für Interessierte gibt es noch mehr Informationen im folgenden Video, in dem auch Rechenoperationen als Gedankenmuster schon bis zu 10 Sekunden vorher im Gehirn sichtbar werden:

 

 

Dieses Video ist Teil einer 3sat-Dokumentation "Dem Bewusstsein auf der Spur - Wer ist Ich?" (Wer ist Ich?) Dort wird auch das Projekt "Blue Brain" vorgestellt, das die Simulation des gesamten Gehirns als Ziel hat, um die Bewusstseinsprozesse besser analysieren zu können.

Wie sagte schon Buddha: "Handlungen geschehen - aber es gibt keinen Handelnden."

 

Was ist das Ego?

Wir stellen uns das Ego meist als "Macher" vor, das Entscheidungen aufgrund eines freien Willens trifft und seinen Körper und Umwelt beherrschen lernt. Doch mir scheint das Ego eher ein "Empfänger" zu sein, ein Empfänger von Signalen und Impulsen aus dem Astral-bewusstsein. So etwas wie das Ego ist notwendig, um auf diese Impulse reagieren zu können und diese zu einem zielgerichteten Verhalten in einer virtuellen Simulation zu koordinieren. Es ist also mehr eine Steuerzentrale ähnlich der CPU (Central Processing Unit = Zentrale Verarbeitungseinheit) im Computer, die den gesamten Rechner überwacht und seine Rechenoperationen steuert und speichert, um die Befehle der Programme (Software) verarbeiten, übersetzen und ausführen zu können. So dient das Ego der Informations- verarbeitung der astralen Impulse, der Steuerung der Verarbeitungsabläufe und der Speicherung dieser Abläufe für neue Aufgaben.

 

Das Ego-Bewusstsein:

Oft bezieht sich der Begriff "Ego" auf ein menschliches Verhalten, nach dem Motto: Er verhält sich egoistisch. Aber das Ego ist so viel mehr. Es ist ein Ausschnitt aus dem unglaublich großen Astralbewusstsein, das 3-D Hologramme am laufen Band produziert und immer wieder neue Figuren und Lebensumstände schafft, um Erfahrungen machen zu können. Unser aller Ego ist eben ein Teil desselben und ist nicht hier auf der Erde beheimatet, sondern im Quanten-Wellenfeld, das es auch nie verlassen wird. Die Steuerzentrale unseres Ego-Bewusstseins ist unaufhörlich in Aktion, um aus den astralen Impulsen holographische Gebilde als virtuelle Bausteine des Lebens zu formen. Ausgehend von den virtuellen Elementarteilchen entwirft es die virtuellen Moleküle, die sich zu individuellen DNS-Strängen strukturieren und die individuelle, stoffliche Ego-Form festlegen. Die Ego-Bewusstseins-Steuerzentrale überwacht alle Vorgänge und "Rechenoperationen", die für ein bestimmtes Ego-Programm nötig sind, das alle körperlichen Merkmale bis hin zu den Gebrechen, Gehirnkapazitäten, mentale und emotionale Fähigkeiten und soziale Kompetenzen beinhaltet.

Einige Aufgaben dieser "Steuerzentrale":

  • In unserem Gehirn laufen ca. 2,3 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde ab.
  • Pro Sekunde müssen ca. 1 Milliarde von Informations-Einheiten aufgenommen und verarbeitet werden.
  • Pro Sekunde sterben Millionen von Zellen und werden wieder entsprechend ersetzt.
  • Man denke nur an die Produktion aller Enzyme, die für alle Steuerungen der Zellen notwendig sind. Die meisten von ihnen sind uns noch nicht einmal bekannt. Von geschätzten 100.000 Enzymen sind bisher erst ca. 3.000 bekannt. Jedes dieser Enzyme muss zum richtigen Zeitpunkt von der DNA angefordert, gebaut und an der richtigen Stelle im Körper eingesetzt werden. Und das in Übereinstimmung mit allen anderen Enzymen in Bruchteilen von Sekunden.
  • Sobald irgendwo eine Störung der Bindungskräfte bei den virtuellen Elektronen auftritt, muss diese Störung sofort wieder  behoben und repariert werden.
  • Die Steuerzentrale weiß, wo jedes noch so kleine Element platziert werden muss.
  • Sie kann aus der gleichen DNA beliebig unterschiedliche Zellen und Enzyme herstellen.

 

Wachbewusstsein:

Deshalb weiß unser Gehirn bereits 6-10 Sekunden vorher, was unser Wachbewusstsein entscheiden wird. Denn dieses Wachbewusstsein ist nur das, was an die Oberfläche unseres Bewusstseins kommt. Es ist der alleräußerste Rand unseres individuellen Ego-Astral-Bewusstseins, das nichts von den Prozessen innerhalb dieses astralen Bewusstseins (Prozessors)  mitbekommt. Psychologen sprechen von dem "Unterbewusstsein", das über 95% unserer Entscheidungen bewirkt - ohne dass wir dies im Wachbewusstsein bemerken. Das Wachbewusstsein führt nur die Steuerbefehle der entsprechenden "Programme" auf der "Bildschirm-Oberfläche" aus. Auch wenn es versucht, die Hintergründe seiner Entscheidungen zu begreifen, kann es nicht so weit vordringen, dass es die Ursprünge und Hintergründe seiner Vorstellungen und Gefühle ergründen könnte. So wie wir auf der dünnen Kruste unseres Erdmantels leben und nur wenig von dem brodelnden, flüssigen Inneren mitbekommen, so bekommen auch wir nur sehr wenig von dem mit, was in dem Inneren unseres Ego-Bewusstseins vor sich geht. 

 

"Beschränktes" Bewusstsein:

Das Wach-Bewusstsein ist also ein sehr "beschränktes" Bewusstsein, das in erster Linie darauf beschränkt ist, die Impulse des Astralbewusstseins in einer virtuellen Umgebung zu empfangen und zu verarbeiten. Die Fähigkeiten des Wach-Bewusstseins sind auf Empfangen und Ausführen beschränkt. Mir drängt sich das Bild einer Marionette auf, die an seidenen Fäden von oben kunstfertig gelenkt wird. In einer nächsten Inkarnation des astralen Ego-Bewusstseins wird ein neues Wach-Bewusstsein mit einem anderen Programm belegt werden - mit anderen DNS-Strukturen, Eigenschaften, Umständen und Rollen-Identifikations-Möglichkeiten. Auf diese Weise können alle Möglichkeiten, die im Ego-Bewusstsein angelegt sind, in verschiedenen Inkarnationen ausgetestet und erfahren werden. Jede Inkarnation dient dazu, besondere Aspekte des Ego-Bewusstseins im Wach-Bewusstsein zu erleben, damit es sich damit gesondert auseinandersetzen kann.

 

Das Selbst:

Glücklicherweise sind wir aber nicht dem "Schicksal" der astralen Impuls-Kräfte völlig ausgeliefert. Sonst gäbe es auch keine Schuld mehr, da alle Taten bis hin zu Mord und Totschlag mit dem Verweis auf die astralen Kräfte entschuldigt werden könnten. Es gibt tatsächlich eine Reihe von Juristen, die diese Unschuldstheorien ernsthaft diskutieren. Auch gäbe es dann keine Entwicklung in unserem Wach-Bewusstsein. Wir würden immer nur das tun, was uns vorgegeben ist und für immer so bleiben.

Doch wenn wir aufmerksam auf die Stimmen in uns hören, dann meldet sich im Hintergrund eine sehr feine Stimme - am Anfang ist es eher ein Gefühl -  die uns einen besseren Weg zeigen will. Wir spüren, dass dahinter ein ganz anderes Bewusstsein steckt, dass nicht nur für sich allein genießen und haben will und das uns ein Gefühl für die Bedürfnisse der anderen gibt. Da geht es nicht mehr nur um mein Ego-Bewusstsein. Woher kommt dann dieses andere Bewusstsein? Dieses Bewusstsein ist das Bewusstsein unseres wahren Selbst´s außerhalb des Quanten-Wellenfeldes. Es ist unser Geistbewusstsein. Denn in jedem Ego- Astralbewusstsein steckt die Erinnerung an seinen Ursprung im Geistraum. Wir wissen ja, dass jedes Astralbewusstsein nur ein polares Bruchstück des Geistbewusstseins ist.

Wenn wir auf dieses Geistbewusstsein in uns - auf unser wahres Selbst - hören, dann können wir die Impulse aus dem astralen Ego-Bewusstsein bewerten und eine eigene Entscheidung treffen. Nur dieses Geistbewusstsein ermöglicht uns einen freien Willen. Unsere Aufgabe ist es also, unser Wach-Bewusstsein nicht nur mit den Impulsen des astralen Ego-Bewusstseins zu füttern, sondern uns auf unseren Ursprung - auf unser Geist-Bewusstsein - zu konzentrieren. Dann bekommen wir die Möglichkeit, aus der Illusion der Dualität aufzuwachen und können erkennen, wer wir in Wirklichkeit sind. Dann bekommen wir nämlich neben den astralen Impulsen auch solche aus dem Geistraum, die unpolar und ungespalten sind und das Getrenntsein wieder aufheben. Wir spüren dann in unserem Wach-Bewusstsein, dass dieses Selbst einen eigenen selbstständigen freien Willen hat. Und wenn wir uns in unserem Wach-Bewusstsein dafür entscheiden, auf dieses Geistbewusstsein zu hören, dann werden wir Stück für Stück von den Illusionen des Ego-Astralbewusstseins befreit.

 

Das Wach-Bewusstsein kann dann auf die Impulse reagieren:

Dann bekommt das Wach-Bewusstsein die Möglichkeit, auf die Impulse von innen und von außen zu reagieren. Obwohl es nur einen winzigen Ausschnitt des Ego-Bewusstseins kontrollieren kann, kann es doch in diesem kleinen Rahmen ein Auswahl treffen und sich dafür oder dagegen entscheiden. Durch das Geistbewusstsein erhält das Wach-Bewusstsein einen 2. Beobachter oder eine 2. Instanz, die auf diese Impulse reagieren kann. Ohne dieses Geistbewusstsein ist man den Impulsen total ausgeliefert, wie ich oben skizziert habe. Aber mit diesem Geistbewusstsein kann das Wach-Bewusstsein entscheiden, ob es sich auf ein Auto konzentrieren will oder auf eine Rose, auf Begehrlichkeiten und Wünsche oder auf Ruhe und Zufriedenheit, auf Hass und Zorn oder auf Mitgefühl und Liebe. Es kann die einen Impulse verstärken und die anderen vermindern. Diese Auswahls-Möglichkeit gibt dem Wach-Bewusstsein die Chance, seine Entscheidungen und Erfahrungen gar wohl zu beeinflussen und dadurch eine zielgerichtete Entwicklung zum wahren Selbst zu erreichen.

Durch die vielfältigen Erfahrungen wird das Wach-Bewusstsein lernen, dass Wünsche und Sinneserfahrungen in einer Sackgasse enden, da sie Karma und Leiden verursachen. Denn alle Wünsche ziehen Handlungen nach sich, die eine Trennung verursachen. Das Ego wünscht immer etwas für sich selbst, nicht für den anderen. Und das führt zu einer Trennung, wie wir ja wohl alle selbst erfahren haben. Alle Trennung verursacht Karma. Karma bedeutet, dass man die Folgen seines Handelns erleben und erleiden muss, um am eigenen Leib zu verstehen, was Trennung anrichtet und wie man sich dabei fühlt. Daraus gewinnt das Wach-Bewusstsein immer mehr Einsicht und Verständnis und kann besser auf die vielen Impulse reagieren. Und so findet es schließlich wieder den Weg zurück zum Ursprung, aus dem es hervorgegangen ist, nämlich dem wahren SELBST im Geistraum jenseits des Quanten-Wellenfeldes.


Die Aufgabe des Wach-Bewusstseins:

Unser Wach-Bewusstsein kann mithilfe des Selbst´s lernen, die Illusionen des astralen Holoversums zu durchschauen:

  • Es lernt, dass alle polaren Gegensätze (Dualismus) Illusionen sind.
  • Es lernt, dass alle Vorstellungen, Gefühlen, Wünsche und Begierden aus dem astralen Ego-Bewusstsein kommen und Illusionen sind.
  • Es lernt, dass alle Freuden und Vergnügungen, aber auch Leiden und Schmerzen Illusionen sind.
  • Es lernt, dass auch die Sinne und Körpereindrücke trügen.
  • Es lernt, dass alles Leid aus den Wünschen der Sinne entspringt.
  • Es lernt, dass alle Erscheinungen von fester Materie nur Illusionen sind.
  • Es lernt, dass sogar alle Erscheinungen von feinstofflicher Astralenergie nur Illusionen sind.
  • Es lernt, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auch nur Illusionen sind und alles gleichzeitig ist.
  • Es lernt, dass das Raum-Zeit-Gefüge nur Illusion ist.
  • Es lernt, dass es nicht getrennt existiert, sondern mit allem eins ist.
  • Es lernt, dass es sich in einem Traum - einer Illusion - befindet.
  • Es lernt, die Quelle all dieser Illusionen auszumachen - nämlich das eigene Astralbewusstsein. Erst dann kann es den Weg in das Geist- und Licht-Bewusstsein antreten.

Dann können wir erst erkennen, wer wir in Wahrheit sind, nämlich ein freies selbstständiges, ewiges Selbst-Wesen voller Kraft, Glück und Liebe. Dann können wir lernen, nicht länger mehr von den Impulsen des astralen Wellenfeldes bestimmt zu werden, sondern von den Energien unseres Selbst´s - unseres Geistwesens - und mit diesen Geistenergien unser Ego-Bewusstsein Schritt für Schritt aufzulösen. Denn das ist der wahre Grund, warum wir uns in diese virtuelle Erfahrungsebene begeben haben: Unser Selbst durch möglichst viele Erfahrungen mit mehr Erkenntnis, Glück und Liebe zu bereichern.

 

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Stand: Jan. 2015

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