Die Gunas

Dimensionen:

 

2. Die Gunas in den Veden:

In diesem dualen System gibt es zwei verschiedene Kräfte (Gunas), die auf die Wesen einwirken. Eine positive und eine gegenpolige negative, wobei die negative Kraft aus 2 Kräften besteht.

  • Positive Kraft der Tugend: Sattva-Guna
  • Zwei negative Kräfte der Leidenschaft + Unwissenheit: Rajo- und Tamo Guna

Jedes Ego-Bewusstsein hat seine eigenen Guna-Verhältnisse, die den eigenen Charakter und die Persönlichkeit ausmachen. Das eine Ego hat mehr positive, das andere mehr negative Kräfte. Armin Risi drückt es so aus, dass solange sich die Menschen im "Meer der materiellen Welt" befinden, werden sie von den Wellen der Gunas hin und her geworfen (Armin Risi:Der multidimensionale Kosmos, Band 1: S. 220)

 

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Quelle: Artwork copyright Bhaktivedanta Book Trust International. http://www.krishna.com/ Used with permission.
 

 

Suras und Asuras:

Wenn sich die Seele immer mehr für die positiven Kräfte, die Sattva-Gunas, entscheidet und immer mehr Tugenden wie Liebe, Freundlichkeit, Friedfertigkeit, Hilfsbereitschaft, Uneigen-nützigkeit, Reinheit, Sanftmut und Selbstbeherrschung entwickelt, dann wird sie zu einer „Sura“ oder „Deva“ und steigt auf in immer höhere Dimensionen.

Wenn sie sich aber für die negativen Kräfte – die Rajo und Tamo Gunas – entscheidet und immer mehr Untugenden wie Egoismus, Hass, Streitsucht, Brutalität, Willkür und Unter-drückung anderer entwickelt, dann wird sie zu einer „Asura“. Suras und Asuras leben in getrennten Räumen, wie ich anschließend aufzeigen werde.

 

Eigene Bewertung:

Im BBC-Experiment (vgl. Das Ego) haben wir diese Guna-Kräfte eindrucksvoll zur Schau gestellt und bewiesen bekommen. Wir mussten erkennen, dass unser Wachbewusstsein eigentlich ständig vom Unterbewusstsein gesteuert wird, in welchem diese Guna-Kräfte wirken. Solange unser Wach-Bewusstsein nicht an sein Höheres SELBST ankoppelt, kann es diesem Treiben nicht entrinnen, sondern wird ständig von den Guna-Kräften gelenkt wie eine Marionette an Fäden.

 

Was sind diese Gunas eigentlich?
Das sind gespeicherte astrale Energien in Form von Ätheronen mit ihren speziellen negativen oder positiven Ladungen, die unsere Seele im Astralraum und in unseren Inkarnationen in unser Energiesystem aufgenommen hat. Dort kommen sie über unser Unterbewusstsein zur Wirkung, meist ohne Einschaltung unseres Wach-Bewusstseins. Jede Seele lernt so im Laufe aller Inkarnationen alle Kräfte kennen und wird sich immer wieder sowohl für negative als auch positive Kräfte entscheiden. Denn die Seele will alle Erfahrungen machen können, um ein eigenes, selbstständiges Bewusstsein zu entwickeln, das aus sich selbst heraus weiß, was es wirklich will.

 

Nur das Höere Selbst kann von diesen Fäden lösen:

Solange wir unser Höheres SELBST nicht entdeckt haben, werden wir gesteuert. Manche lehnen sich nun zurück und sagen sich: "Da kann man eh nichts machen. Also einfach laufen lassen."

Aber was bringt uns das?

Unser Wach-Bewusstsein wird dann gezwungen, alle dualen Kräfte in ihren jeweiligen Kombinationen durchzuleben und durchzuleiden. Und jede Energie aus dem Ego-Bewusstsein löst Karma aus, das uns in der Folge eben diese Energien an bzw. in uns selbst spürbar machen wird, damit wir deren Qualität erkennen können. Das ist also ein sehr langer und leidvoller Weg.
 
Wäre es nicht besser, diesen Weg abzukürzen, indem wir eine höhere Instanz über unserem Ego-Bewusstsein einsetzen und diese entscheiden lassen? Dann müssen wir nicht mehr alle Möglichkeiten, die in unserem Ego-Bewusstsein angelegt sind, erfahren und durchleben, sondern können viel schneller unser Bewusstsein erweitern.
 
Die Menschen fragen dann oft:
"Wie kann ich mein SELBST finden und woher weiß ich, dass ich nicht wieder von diesen Fäden gesteuert bin?" Ich finde, es ist gar nicht so schwer, sein Höheres SELBST zu finden. Denn jeder virtuelle Energiekörper hat Zugang zu seinem Geistbewusstsein (Höheres SELBST), indem er sich auf seinen Hinterkopf, die Epiphyse, konzentriert. Dazu muss man zur Ruhe kommen, meditieren und verschiedene Bewusstseins-Techniken anwenden, die ich am Ende der HP im Bereich "Meditationen" aufzeige. Man kann sich aber auch fragen, was man EIGENTLICH will. Denn in uns allen ist dieses tiefe, innere Wissen vorhanden. Meistens weiß man dann ganz schnell: "Eigentlich will ich verzeihen und lieben - auch wenn ich es noch nicht schaffe." Eigentlich will man niemandem wehtun, will nicht gemein und egoistisch sein. Eigentlich will man schon lange aufhören zu rauchen, zu trinken oder zu spielen usw. Wer verbirgt sich hinter diesem "Eigentlich will ich"?
 
Das ist das Höhere SELBST, das Geist-Energiewesen, das außerhalb des Energiekörpers existiert und das man nur dann wahrnehmen kann, wenn man alle Gedanken, Gefühle und Sinnesreize zum Schweigen bringt. Dazu muss man sich selbst bestimmen. Das kommt nicht von alleine aufs Geradewohl. Und je weniger man sein Wach-Bewusstsein auf dieses Höhere SELBST richtet, um so stärker werden die Guna-Kräfte und überlagern alle Impulse vom Höheren SELBST, so dass es immer schwieriger wird, sein Höheres SELBST zu finden. Dann braucht man vielleicht wieder eine neue Inkarnation mit einem neuen Wach-Bewusstsein, um eine weitere Chance zu erhalten. Einen solch überlagerten Zustand haben die Wesen in den sieben dunklen Schatten-Dimensionen.
 

Wenn man aber früh lernt, auf die Impulse des Höheren SELBSTs zu hören, dann bekommt man ausreichend Energien in sein Wach-Bewusstsein, um gegen die Energien des unterbewussten Ego-Bewusstseins anzugehen. Man erhält dann immer größere Freiräume, um sich für das entscheiden zu können, was man eigentlich wirklich will und der Raum des Bewusstseins wird erweitert. Je mehr die Seele vom Höheren SELBST gesteuert wird, um so schneller lernt sie diese Kräfte kennen und beurteilen, ohne sie zuvor am eigenen Leibe erfahren zu müssen. Dieses neue Bewusstsein ist unabhängig und frei. Es kann immer und in jeder Situation die bestmögliche Entscheidung treffen. Und diese Entscheidung ist immer geprägt von Licht und Liebe. Denn genau das hat dieses neue Bewusstsein gelernt:

Es gibt nur eines, was sich wirklich lohnt: Ein Leben in Licht und Liebe.

Das gesamte polare astrale System ist nur zu diesem Zweck geschaffen, um eben dieses Bewusstsein hervorzubringen - das Bewusstsein von Licht und Liebe.
 

"Die materielle Welt: Ein Gefängnis für Freiwillige." (Risi, Bd.1, S.139)
... um das Bewusstsein von Licht und Liebe hervorzubringen.
 

 

Stand: Febr. 2015

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