Matrix

Die Illusion der Materie:

 

5. Leben wir in einer Matrix?

Zur Zeit beschäftigen sich immer mehr Wissenschaftler, Autoren und Filmemacher mit der Vorstellung, dass wir in einer gigantischen Computersimulation leben könnten. Filme wie "Simulacron-3" (1964), Fassbinders "Die Welt am Draht" (1974), "Matrix" (1999), "The 13th Floor" (1999) zeigen uns eine virtuelle Welt, die von einem Computer aus gesteuert wird. Alles nur eine Simulation - ähnlich wie beim beliebtesten und meist verkauften Computerspiel "Sims" (125 Mio Verkäufe), bei welchem die Spielfiguren einfach nur "Sims" genannt werden.(Die Sims)

Das Spiel besteht hauptsächlich daraus Häuser zu bauen, Freundschaften zu schließen und Geld zu verdienen. Man kann zuerst eigene Familien erschaffen oder vorgefertigte aus dem „Familienkoffer“ wählen und ins eigene Haus ziehen lassen. Freundschaften kann man schließen, indem man mit Leuten spricht, Spiele spielt, sich mit ihnen trifft etc. Geld wird verdient, indem man sich in der Zeitung oder auch mit Hilfe eines Computers im Internet einen Job sucht.

Eine Familie kann aus bis zu acht verschiedenen Personen bestehen; das können entweder Erwachsene oder Kinder sein, deren Körper und Eigenschaften bei der Erstellung des Spielers ausgewählt werden. Der Spieler kann dieser Familie nun ein neues Haus bauen oder sie in ein bereits bestehendes einziehen lassen - vorausgesetzt, das Startkapital reicht.

 

Die  Frage, die immer lauter gestellt wird ist, sind wir nicht alle nur "Sims" - nur Spielfiguren, die nach Belieben hin und hergeschoben werden. Auch Wissenschaftler beschäftigen sich in letzter Zeit immer ernsthafter mit dieser Frage:

Zum Beispiel untersuchen Physiker der Universitäten Bonn und Washington, ob wir in einer gigantischen Computersimulation leben. Wie Silas Beane, Martin J. Savage und Zohreh Davoudi vorab auf "arXiv.org" berichten, versuchen sie evtl. auftretende Unregelmäßigkeiten von kontinuierlich ablaufenden Prozessen aufzuspüren. Diese Unregelmäßigkeiten seien nur in einer eigenen Simulation des Universums zu finden. Diese Simulation gelingt wegen der extrem hohen Komplexität des Universums (500 Milliarden Teilchen müssen in ihrer Entwicklung von ihrer Entstehung bis heute berücksichtigt werden) zur Zeit nur in einem winzig kleinen Teil des Universums von 0,00000000001 Millimeter. Das Ergebnis sei verblüffend: Die Simulation stimme so genau mit dem Original überein, dass sie von dem Vorbild fast nicht zu unterscheiden sei. Erst größere Quantencomputer, die die heutige Kapazität von ca. 1 Milliarde Rechenleistungen pro Sekunde um das tausend oder Millionenfache überträfen, konnten einen größeren Teil des Universums simulieren. Würde dabei dasselbe Ergebnis herauskommen, dann würde das für diese Theorie sprechen. (Computersimulation)
 
Hätte das Universum zum Beispiel  eine Gitterstruktur, wie in der Simulation vermutet, dann würden sich die Partikel mit der höchsten Energie entlang der Achsen des Gitters bewegen und nicht, wie bisher angenommen, gleichmäßig in alle Richtungen verteilen. Diesen Effekt hat man aber bis heute noch nicht nachweisen können. Und selbst das wäre für die Kritiker dieser Theorie noch kein Beweis, weil diese Gitterstruktur auch andere Ursachen haben könnte.

Weitere Argumente der Simulations-Anhänger:

  • Pixel-ähnliches, gekörntes Universum wegen Planck-Länge und Planck-Zeit;
  • Mathematische Beschreibung allen Lebens und aller Lebensformen: alles kann mathematisch beschrieben und definiert werden. Leben entfaltet sich anscheinend gemäß bestimmten Formeln;
  • Scheinbar digitale Natur des Universums;
  • Minimum und Maximalwerte: Planck-Länge und Planck-Zeit;
  • Holographische Struktur: Ein Teil enthält die Information von allem;
  • Alle Elementarteilchen sind identisch in Größe und Masse und weisen gleiches Spin- Verhalten auf (wenn auch mit unterschiedlichen Richtungen), als seien sie Duplikate;
  • Bestimmte Gleichungen (nach Jim Gates), die die Natur des Universums beschreiben, benutzen einen Code, der auch im Internet Browser verwendet wird, um Fehler zu korrigieren.

 

Eine gute Zusammenfassung der wichtigsten Argumente sind in den folgenden 3 Videos zu sehen:

 


 

Der Philosoph Nick Bostrom gibt aber zu bedenken:

Der Bau einer Matrix, die simulierte Gehirne mit Bewusstsein enthält, wäre außer- ordentlich schwierig. Jedes Wesen, das ein solches Kunstwerk vollbringen könnte, könnte fast sicher auch verhindern, dass Störungen in der Matrix von ihren Bewohnern bemerkt werden. Selbst wenn einige Menschen Unregelmäßigkeiten feststellen würden, könnte der Architekt die Simulation ein paar Sekunden zurückdrehen und so wieder abspielen, dass die Unregelmäßigkeit völlig ausgeschlossen wird, oder die Unregel- mäßigkeit einfach aus dem Gedächtnis dessen streichen, der etwas Verdächtigtes bemerkt hat. (Computersimulation)

 

Je mehr man sich mit diesem Thema befasst, um so schwieriger wird es, "Bewusstsein" zu definieren bzw. zu erklären. Wie kann man aus Softwareprogrammen Bewusstsein herauszaubern? Oder anders ausgedrückt, wie kann aus Materie Bewusstsein entstehen? Diese Frage kann auch von keinem Vertreter der materialistischen Deutung aus der Kopenhagener Schule beantwortet werden. Und kein Versuch konnte bislang beweisen, dass Bewusstsein aus toten Gegenständen und Körpern (Materie) erweckt werden kann. Bewusstsein erschafft Materie - nicht umgekehrt.

 

Die Schöpferkraft des Bewusstseins:

Die Schöpferkraft des Bewusstseins wird in dem Buch von John Blofeld "The Tantric Mysticism of Tibet" sehr gut illustriert. Er beschreibt dort eine Übung von Meistern aus Indien, die nach Tibet gekommen waren: Diese Übung wurde als »Visualisierung des Göttlichen« bezeichnet. Die Übung bestand darin, sich eine spezifische Persönlichkeit vorzustellen und sie in seiner Fantasie zu erschaffen. Diese Übung konnte Monate und auch Jahre erfordern. Und sie gelang nur wenigen. 

Das Ziel der Übung war es, im Geist das komplette Bild in allen Einzelheiten eine lange Zeit über aufrechtzuerhalten, und das nicht nur für einige Minuten, sondern auf unbegrenzte Zeit. Hatte der Schüler bei dieser mühseligen Konzentration Erfolg, so konnte er bald spüren, dass die von ihm geschaffene Persönlichkeit ein richtiges Eigenleben annahm. Sie begann zu leben, Form anzunehmen und damit einen Körper und wurde selbständig und unabhängig vom Willen des Schülers. Diese Persönlichkeit konnte nun zum Freund und Führer des Schülers werden und ihn mit Rat und Tat unterstützen. Wenn der Lehrer spürte, dass diese Beziehung zu eng wurde, befahl er dem Schüler, sich wieder vollkommen von dieser Persönlichkeit zu lösen.

Dieser Schritt der Loslösung war allerdings noch schwerer als der erste Schöpfungsprozess und nur wenige schafften diese Trennung. Doch die Schüler, die beide Bereiche der Übung vollziehen konnten, wussten nun, dass sie alles mit ihrem Bewusstsein erschaffen und zerstören konnten. Sie konnten beliebig viele neue Objekte und auch Wesen erschaffen und wieder verschwinden lassen. Sie konnten sozusagen ein eigenes kleines, belebtes Universum für sich selbst schaffen.

Ein weiteres Beispiel möchte ich aus Yoganandas Autobiographie zitieren, als er über die erste Begegnung seines Lehrers Lahiri Mahasaya mit dem hohen Meister Babaji mitten in den Bergen des Himalaja berichtet und dieser einen Palast aus dem Nichts entstehen lässt: 

"Es ist jetzt Mitternacht", sagte mein Begleiter mit leisem Lachen. "Das Licht, das du in der Ferne siehst, strahlt von einem goldenen Palast aus, der heute Nacht von dem unvergleichlichen Babaji materialisiert worden ist. In ferner Vergangenheit hattest du einmal den Wunsch geäußert, dich an den Schönheiten eines Palastes zu erfreuen. Unser Meister erfüllt dir nun diesen Wunsch und befreit dich damit von deiner letzten karmischen Bindung...

Vor uns erhob sich ein mächtiger Palast aus schimmerndem Gold. Mit seinen zahlreichen Juwelen und gepflegten Parkanlagen, die sich in stillen Teichen widerspiegelten, bot er einen überwältigenden, majestätischen Anblick. Hohe Torbögen waren kunstvoll mit großen Diamanten, Saphiren und Smaragden besetzt. Menschen mit engelhaften Gesichtszügen standen vor dem Eingangstor, das im rötlichen Glanz zahlloser Rubine schimmerte... "Bruder", sagte ich, "die Schönheit dieses Bauwerks übersteigt alle menschliche Vorstellungskraft. Erkläre mir bitte das Geheimnis seiner Entstehung" "Das will ich gerne tun", sagte mein Begleiter, in dessen dunklen Augen Weisheit leuchtete, "denn diese Materialisation ist kein unerklärliches Geheimnis. Der ganze Kosmos ist ein vom Schöpfer projizierter Gedanke. Und so ist auch der im Raum schwebende, schwere Erdkörper nichts als ein Traum Gottes, der alle Dinge aus seinem Geist erschaffen hat, ähnlich wie der Mensch im Traum alle Lebewesen der Schöpfung nachbilden und lebendig werden lassen kann...

Alle Traumbilder werden nur durch die unterbewussten Gedanken der Träumenden aufrechterhalten. Wenn diese Kohäsionskraft beim Erwachen verschwindet, löst sich der Traum mitsamt seinen Elementen auf. Der Mensch kann also mit geschlossenen Augen eine Traumschöpfung erstehen lassen, die er beim Erwachen mühelos entmaterialisiert. Hierin folgt er dem göttlichen Vorbild. Ähnlich mühelos wird er auch, wenn er dereinst im kosmischen Bewusstsein erwacht, die Illusion des Traum-Universums auflösen.

Babaji, der sich in völliger Übereinstimmung mit dem allmächtigen göttlichen Willen befindet, kann den elementaren Atomen befehlen, sich zu jeder gewünschten Form zusammenzusetzen. Dieser goldene Palast, das Werk eines einzigen Augenblicks, ist ebenso wirklich wie unsere Erde. Babaji hat dieses wunderbare Bauwerk aus seinem Geist erschaffen und hält die Atome kraft seines Willens zusammen - ebenso wie Gott die Erde aus seinem Geist erschaffen hat und durch Seinen Willen erhält." Dann fuhr er fort: "Wenn das Gebäude seinen Zweck erfüllt hat, wird Babaji es wieder entmaterialisieren.

Als der Morgen dämmerte, war die feierliche Handlung beendet...

Als ich sie (die Augen) wieder öffnete, war der zauberhafte Palast mitsamt seinen Gärten verschwunden. Mein eigener Körper sowie die Körper Babajis und seiner Jünger saßen nun auf kahlem Boden, und zwar an derselben Stelle, wo der entschwundene Palast gestanden hatte.

Quelle: P. Yogananda: Autobiographie eines Yogi. S. 398

 

Franz Bardon stellt in seinem Buch "Der Weg zum wahren Adepten" seine Technik vor, mit der man mit Bewusstsein Dinge und Wesen erschaffen kann. ( Vgl. Mentale Energie) Und er ist beileibe nicht der einzige. Ich möchte hier nur kurz den Heiler Daskalos von Zypern erwähnen, der sich selbst und viele Gegenstände dematerialiseren und materialisieren konnte. Er konnte sogar an 2 Orten zur selben Zeit mit einem physischen Körper erscheinen. Die Schöpferkraft des Bewusstseins nannte er "Schöpferisches Denken:

"Ich fordere euch beispielsweise auf, die Augen zu schließen und euch vorzustellen eine Apfelsine in den Händen zu halten. Ihr könnt ihre Schale ritzen und ihren Duft wahrnehmen. Ihr könnt sie von außen und von innen mit allen Einzelheiten sehen. Es ist sogar möglich, dass ihr euch auf diese Orange umfassender konzentriert, als ihr es je anhand einer materiellen Apfelsine tun könntet. Ihr könnt sie sogar durchschneiden, essen und euch davon nähren. Ein entsprechend stark befähigter Meister kann die so gestaltete Orange sogar als eine Art Matrix zur Materialisierung einer wirklichen Frucht verwenden, von der er essen kann.

Quelle: Kyriacos C. Markides: Heimat im Licht. Die Weisheit des "Magus von Strovolus". S. 302

 

In einem Vortrag am 12. Oktober 1977 sagte er:

Wie wäre das später, wenn wir diese Bilder materialisieren möchten? In der Materialisation spielt die Übertragung dieser noetischen Bilder eine wichtige Rolle. Das ist Kinesis (Bewegung). Es ist eine Frage von Vibration und Frequenz – der Schwingung dessen, was wir Elementale nennen. Sie kommen aus der noetischen Welt, der Welt der Gedanken, in die dreidimensionale Welt, der Welt der Materie. Das ist Materialisation."

Quelle: Vortrag

 

Solche Menschen mit erweitertem Bewusstsein hat es immer gegeben. Man denke nur an die Schamanen und Geistheiler. Allerdings kann diese Macht auch zum Schaden angewendet werden, wie es bei den Magiern und Hexern der Fall ist. Dazu später auch mehr.

Ist es deshalb nicht viel wahrscheinlicher, dass höhere Wesen ihr vollkommenes Bewusstsein einsetzen, um weitere Wesen und Universen zu erschaffen, als über Computerspezialisten zu spekulieren, die mit Quanten-Computern spielen, um neue Quanten-Universen zu bauen? Doch solange es in diesen Quanten-Universen kein Bewusstsein gibt, das beobachtet und die Quanten-Wellen zum Kollabieren bringt, solange gibt es keine Teilchen, keine Form und kein Leben. Denn Quanten per se verfügen über kein Bewusstsein, sonst würde sie sich selbst beobachten können und permanent Teilchencharakter annehmen und es gäbe keinen Wellen-Teilchen-Dualismus. Die mathematischen Gesetzmäßigkeiten, Gitterstrukturen und digitale Natur ergeben sich aus den Besonderheiten der Wellenstrukturen, die ein virtuelles Holoversum für unser Bewusstsein benötigt. Max Planck, der Vater der Quantenphysik, schrieb einmal:

"Alle Materie entspringt und existiert nur durch eine Kraft. Wir müssen annehmen, dass hinter dieser Kraft ein bewusster, intelligenter Geist sitzt. Dieser Geist ist die Matrix aller Materie ... Dieser Geist ist das Bewusstsein".

 

Ist unser eigenes Bewusstsein nicht auch ein Schöpfer?

Wenn wir an die Werke der Literatur denken, so treffen wir auch dort ganze "Universen" an, die mit bewusst handelnden Figuren in ihrer Welt geschaffen werden. Man kann sich darin so vertiefen, dass man mit den Helden leiden und empfinden kann. Man taucht ein in eine andere Welt - ein anderes Universum - und erlebt alles mit, als wäre man dabei. Unser Bewusstsein hat eine unglaubliche schöpferische Kraft und Macht. Doch die meisten Menschen werden sich dessen nicht bewusst, sondern beschäftigen sich ihr Leben lang mit unnützem Zeug, mit Zerstreuungen und ihren Sinnen und Begierden, so dass sie ihr Schöpfer-Bewusstsein nicht entdecken können. Ich werde später zeigen, dass dieser dumpfe Geisteszustand von den Mächtigen dieser Erde bewusst herbeigeführt wird. Sie wollen nicht, dass die Menschen ihr wahres schöpferisches Wesen entdecken, sondern wollen sie in der Knechtschaft der Elemente halten, damit sie unter ihrer Herrschaft bleiben müssen.

 

Befreiung der eigenen Schöpferkraft:

Durch Meditation und innere Stille können wir unseres Geistes und Bewusstseins bewusst werden. Solange wir es zudröhnen, gelangt nichts von ihm in unser Wach-Bewusstsein. In meinen eigenen Meditationen habe ich Kontakt zu einer Ebene bekommen, in der Wesen ständig neue Welten und Universen schaffen. Das sind Geistwesen, die ihre "Träume" und Vorstellungen in einem Augenblick in Quanten umsetzen und ihr eigenes Bewusstsein in ihren geschaffenen Räumen mit all ihren fiktiven Figuren erleben können. Darüber möchte ich mehr berichten.

 

Besucher: 170732

Neufassung: Jan. 2015

©

Nach oben